Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.
Warum ein Referenzmodell und keine Bildungsstandards?
Das ist ganz einfach erklärt.
Bildungsstandards sind an ein zentral verordnetes Schulfach gebunden, das es für informatische Grundbildung und digitale Kompetenzen in der österreichischen Sekundarstufe I noch nicht gibt. Die
in den Stundentafeln heterogen verteilten schulautonomen Pflicht- und Freigegenstände mit z.T. unterschiedlichen Bezeichnungen sowie Unverbindliche Übungen sind ausschließlich auf autonome
Entwicklungen an diversen Schulstandorten zurückzuführen.
Ein Referenzmodell definiert einerseits einen Rahmen, in den sich bestehende (schulautonome) Lehrpläne einordnen lassen können. Umgekehrt kann es der Konkretisierung in Form von
jahrgangsmäßig gestuften Lehr- und Lernplänen dienen.
Bei diesem Entwurf handelt es sich um ein gestuftes Kompetenzmodell, bestehend aus vier Leitideen mit Inhaltsbereichen und den zugeordneten operationalisierten (Detail)Lernzielen. Diese bringen konkret zum Ausdruck, was von den SchülerInnen am Ende der Sekundarstufe I an digitalen Kompetenzen bzw. informatischer Grundbildung erwartet wird.