Vorbemerkungen

Dieser vorliegende Erstentwurf eines gesamtheitlichen Ansatzes, die verzahnten Bereiche Informatik, Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Medienbildung in der Sekundarstufe I auf nationaler Ebene inhaltlich zu strukturieren, liegt hier in einer Erstversion in Form eines Referenzrahmens für informatische Grundbildung - und den daraus abgeleiteten digitalen Kompetenzen - vor.

 

Der Entwurf ist, wie alles Geschriebene, von Menschen für Menschen gemacht und erhebt daher nicht den Anspruch, perfekt und dogmatisch zu sein. Dieser Vorschlag wurde von wenigen Mitgliedern einer Arbeitsgruppe des BMUKK für einige schulpolitische Entscheidungsträger, viele LehrerInnen und alle SchülerInnen der Sekundarstufe I vorläufig erstellt. Er ist als nationale österreichische Variante innerhalb vieler ähnlicher Referenzrahmen, Lehr- und Lernplänen und Kompetenzrastern zu sehen, wie sie m. E. bundesländerspezifisch und international bereits in unterschiedlichsten Ausprägungen bereits existieren, mit unterschiedlichem Erfolg.
In diesen Entwurf sind folgende Aspekte eingeflossen, nämlich die

  • eines pragmatischen Kompetenzbegriffes (Kenntnisse und Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, Motivation und Werthaltungen, Nachhaltigkeit und Transfer),
  • eines pragmatischen digitalen Medienkompetenzbegriffes (Medienreflexion, Medienkunde, Mediennutzung, Mediengestaltung),
  • der Diskussion um Bildungsstandards (Minimalstandards – grundlegende Kompetenzen, Regelstandards – erweiterte Kompetenzen, Maximalstandards – spezielle Kompetenzen, Verständlichkeit, Verbindlichkeit, Kumulativität, Realisierbarkeit),
  • des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (Kompetenzraster - gestuftes Modell von operationalisierten Lernzielen),
  • von Detailzielen des dem Europäischen Computerführerschein zugrundeliegenden Syllabus
  • einer vereinfachten Taxonomie als Klassifikationsschema für Lernziele (Wissen, Anwenden, (kreatives) Gestalten), die in den Detailzielen zum Teil kompetenzstufenübergreifend durch „Ich kann“-Formulierungen zum Ausdruck kommen.

Die Inhaltsbereiche und Inhaltskategorien mit den Kompetenzstufungen sind in erster Linie als Grundorientierung für Lehrende konzipert. Vor allem die anschließenden detaillierten fachlichen Teilkompetenzen konkretisieren den pädagogischen Auftrag an LehrerInnen und SchülerInnen und richten somit Lehren und Lernen auf gemeinsame Ziele aus.

 

Der Vorschlag der detaillierten Kompetenzformulierungen soll in lesbarer Form jene fachlichen Kompetenzen umfassen, die von SchülerInnen am Ende der Sekundarstufe I in Bezug auf informatische Grundbildung erwartet werden. Ob und in welchem Ausmaß diese „Digitalen Bildungsstandards“ verbindlich gemacht und wie sie erreicht werden können, kann nur das Ergebnis weiterer bildungspolitischer Diskussionen sein. Ebenso, ob diese Kompetenzen fächerintegrativ, innerhalb schulautonomer Fächer mit unterschiedlichen Bezeichnungen oder in Form eines zentral verordneten verpflichtenden (interdisziplinären) Schulfaches mit einer Bezeichnung wie traditionelle Fächer von den SchülerInnen formal erworben werden.

Die Präferenz der für diese Webpräsenz Verantwortlichen liegt in einem eigenen (transdiziplinären und damit neuartigen Flächen)Fach.

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