Vorüberlegungen

Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen.
Anton Bruckner

 

An der Situation informatischer, informationstechnologischer und medienpädagogischer Bildung in der österreichischen Sekundarstufe I hat sich seit vielen (wievielen?) Jahren wenig geändert.
Im Lehrplan 2000 stiefmütterlich berücksichtigt und der Schulautonomie überlassen, stellt sie sich derzeit inhomogen, unübersichtlich und unkoordiniert dar.

 

Seit einiger Zeit ist die Welt eine andere, nämlich eine zunehmend digitale. Die SchülerInnen haben den Anspruch, auf diese spätestens in der Sekundarstufe I entsprechend vorbereitet zu werden. Bisher allerdings fehlt es im Bereich der 10-14 Jährigen an einem klaren nationalen Bildungsauftrag in Form von Bildungsstandards und curricularer Verankerung.


Eine Arbeitsgruppe im Auftrag des BMUKK/BMBF hat sich seit 2011 Jahren dieser Herausforderung gestellt und einen Referenzrahmen (digikomp8) entwickelt. Den darin aufgelisteten Lehrinhalten, Lernzielen und "Kompetenzen" für diese Altersgruppe ist eine stetig anwachsende Aufgabensammlung gefolgt.

 

Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.

 

Warum ein Referenzmodell und keine Bildungsstandards?

Das ist ganz einfach erklärt.
Bildungsstandards sind an ein zentral verordnetes Schulfach gebunden, das es für informatische Grundbildung und digitale Kompetenzen in der österreichischen Sekundarstufe I noch nicht gibt. Die in den Stundentafeln  heterogen verteilten schulautonomen Pflicht- und Freigegenstände mit z.T. unterschiedlichen Bezeichnungen sowie Unverbindliche Übungen sind ausschließlich auf autonome Entwicklungen an diversen Schulstandorten zurückzuführen.


Ein Referenzmodell definiert einerseits einen Rahmen, in den sich bestehende  (schulautonome) Lehrpläne einordnen lassen können. Umgekehrt kann es der Konkretisierung in Form von jahrgangsmäßig gestuften Lehr- und Lernplänen dienen.

 

Bei diesem Entwurf handelt es sich um ein gestuftes Kompetenzmodell, bestehend aus vier Leitideen mit Inhaltsbereichen und den zugeordneten operationalisierten (Detail)Lernzielen. Diese bringen konkret zum Ausdruck, was von den SchülerInnen am Ende der Sekundarstufe I an digitalen Kompetenzen bzw. informatischer Grundbildung erwartet wird.

Juni 2011

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